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Koi Krankheiten behandeln & Teichwasserwerte für Koi-Karpfen im Auge behalten

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Koi Krankheiten, Erkennung und Behandlung

Was tun, wenn Kois krank sind? Auf jeden Fall sollte ein auf die Tiere spezialisierter Tierarzt hinzugezogen werden – denn einerseits sind viele Fischkrankheiten untereinander ansteckend und andererseits können sie manchmal recht schnell zu einem qualvollen Tod der Tiere führen. Wenn sich Ihre Kois also anders als sonst verhalten und Sie ihnen ein Unwohlsein anmerken, sollten Sie auf jeden Fall Rat einholen.

Hier eine Auflistung möglicher Ursachen und vergleichend dazu Chancen der Behandlung, damit Sie Krankheiten besser erkennen können:

Zeigen Ihre Koi abgespreizte Schuppen, Glotzaugen und womöglich auch einen aufgedunsenen Körper? Daran kann eine bakterielle Bauchwassersucht schuld sein – nach Rücksprache mit dem Tierarzt erhalten die Tiere entweder ein Bad mit Antibiotika oder werden mit einem mit Antibiotika versetztem Futter gefüttert. Hierbei muss der Tierarzt eine genaue Dosierung und Dauer der Behandlung angeben, je nach Anzahl der betroffenen Koi und vor allem deren Größe und Gewicht.

Bei entzündeten Stellen und offenen Wunden stellt sich eine bakterielle Erkrankung als Hautinfektion dar. Auch hier steht wieder ein Bad mit Antibiotika an, jedoch müssen offene Stellen auch zusätzlich desinfiziert werden. Zusätzlich kann es hilfreich sein, das Teichwasser auf über 26° Celsius zu erwärmen. Auch hier muss unbedingt der Tierarzt zu rate gezogen werden.

Eine weitere bakterielle Ursache hat die sogenannte Kiemenschwellung – hier muss zunächst die Fütterung eingestellt werden, der Tierarzt rät meist zu einem Bad mit Kiemenpulver oder Chlormin T.

Zu den gefährlichen Viruserkrankungen gehört die Fischtuberkulose: Hierbei zeigen Ihre Koi schaukelnde beinahe torkelnde Schwimmbewegungen, entzündete Hautstellen und einen geschwollenen Körper. Auch hier ist es ratsam, das Teichwasser auf über 26° Celsius zu erhöhen und auf jeden Fall die Wasserqualität zu verbessern. Auch kann eine mögliche Ursache der Infektanfälligkeit ein zu großer Dauerstress sein.

Wenn sich Ihre Koi stark zu scheuern beginnen, eine verstärkte Atmung aufweisen, Hautrötungen und eine starke Schleimbildung zeigen, ist womöglich die sogenannte Pünktchenkrankheit oder Grießkörnchenkrankheit dafür verantwortlich – diese wird von Außenparasiten, zum Beispiel der Ichthyophthirius ausgelöst und bedarf einer Behandlung mit dem Wirkstoff Malachitgrünoxalat.

Mit dem gleichen Wirkstoff muss auch die Pilzerkrankung Saprolegnia behandelt werden. Man erkennt sie an einem weißen, watteähnlichen Belag auf der Haut der Koi.

Die sogenannten Karpfenpocken sehen unschön aus und ängstigen zunächst den Tierhalter, doch ist diese Krankheit recht harmlos für Ihre Koi. Sie verschwindet von selbst, wenn Sie die Teichtemperatur erhöhen. Die Karpfenpocken zeigen sich durch weißliche, gelartige Wucherungen an verschiedenen Körperstellen.

Vorsicht ist bei der Behandlung gegen Außenparasiten wie Hautsaugwürmern und Kiemenwürmern geboten, wenn Sie neben den Koi auch Goldfische in Ihrem Teich pflegen: Der Wirkstoff Ovitelmin, welcher hierfür zur Behandlung notwendig ist, ist für Goldfische sehr giftig! Die Erkrankung selbst zeigt sich durch starkes Scheuern und Spucken der Fische.

Wenn Ihre Koi plötzlich das Springen beginnen, können Sie vermutlich die Außenparasiten sogar sehen: die Karpfenlaus, einen Fischegel oder den Ankerwurm. Hier ist ein Teichbad mit dem Wirkstoff Masoten geboten – auch hier die Warnung für andere Teichbewohner: Goldorfen vertragen den Wirkstoff nicht!

Bei großer Appetitlosigkeit und gelartigem Kot können Innenparasiten wie Kratzer oder Würmer schuldig sein – auch hier sollte unbedingt der Tierarzt aufgesucht werden.




Kategorie: Garten & Tiere & Teichtechnik & Aquaristik
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